Die Statements Ausstellungsreihe
Für die Statements Ausstellungsreihe werden seit 1997 international renommierte Künstler, Fotografen, Musiker, Autoren und Designer aufgefordert, in ihrem jeweiligen Genre freie Arbeiten zu den Themen Wasser, Reinigung und Rituale zu erstellen. Sämtliche Statements Projekte wurden in ihrer Konzeption und inhaltlichen Richtung von Dornbracht in Zusammenarbeit mit NEONOTO, Mike Meiré initiiert. Nach der Entwicklung der Grundidee für die jeweiligen Projekte werden die Künstler ausgewählt, die Ausstellungen an den geeigneten Museen und Orten präsentiert, das Kunstereignis dokumentiert und im öffentlichen Raum kommuniziert. Die limitierten Statements Ausgaben versammeln vielschichtige Interpretationen von Badritualen und Badkultur und bieten den Künstlern ein internationales Forum. Die Statements-Reihe startete 1997 mit den Fotografen Nick Knight (London), Juergen Teller (London), Daniel Josefsohn (Hamburg) sowie dem Objektkünstler Hadrian Pigott (London) und dem Autor Uwe Kopf (Hamburg).
In der Anfang 1998 veröffentlichten Ausgabe „Statements II – Bathcouture“ dokumentieren die Arbeiten von Inez van Lamsweerde (New York), Pierre et Gilles (Paris), Micha Klein (Amsterdam), Danielle Kwaaitaal (Amsterdam) und der Autorin Sybille Berg (Zürich) für Dornbracht die Vielfalt moderner Fotografie, Kunst und Literatur und damit die unterschiedlichen Aspekte der Badkultur.
Die dritte Ausgabe „Statements 003 : 99 - The Video Issue“ besteht aus Videoarbeiten von Douglas Gordon (Glasgow), Rosemarie Trockel (Cologne) und Lothar Hempel (Cologne) sowie einem textlichen Beitrag von Benjamin von Stuckrad-Barre. Vorgestellt wurden die Arbeiten auf den Passagen 99, parallel zur Internationalen Möbelmesse in Köln.
Statements IV stellt eine interdisziplinäre Begegnung von elektronischer Musik und visueller Computer-Animationskunst dar. Die Musik von To rococo rot (Berlin), Opiate (Kopenhagen) und Mouse on Mars (Köln/Düsseldorf) kontrastiert die Bilder und Animationen des Schweizer Künstlers Yves Netzhammer (Zürich). Die Ausstellung zu Statements IV im Mai 2000 eröffneten To rococo rot (Berlin) und Opiate mit einem Live-Act in den Berliner KUNST-WERKEN.
Statements V wurde zu den Fashionshows „Men´s Collections Spring/Summer 2001“ im Pariser Concept-Store „colette“ sowie in der Galerie Franck präsentiert. Veronique Branquinho, Jeremy Scott, Raf Simons und Bernhard Willhelm zeigten im Rahmen der Ausstellung ihre persönliche Vision von Badkultur. Die vier jungen Designer zählen mit ihrer Arbeit zur internationalen Fashion-Avantgarde. Wie auch bei den vorangegangenen Statements wurden die Arbeiten von den Künstlern eigens für das Kunstprojekt von Dornbracht geschaffen.
Begleitend dazu erschien Statements V als Fashion-Edition. Statements (six) lässt sich durch die beiden Begriffe „Reflektion“ und „Rückbesinnung“ charakterisieren. Dornbracht konnte mit Rita Ackermann und Nicola Tyson zwei zeitgenössische Malerinnen und mit Mark Borthwick einen der interessantesten Avantgarde-Modefotografen der letzten Jahre für das Projekt gewinnen. Ihre Interpretationen des Bades als Raum kultureller Inszenierungen könnten nicht unterschiedlicher sein. Dokumentiert wird Statements (six) in drei separaten Kunstbüchern, mit Essays von Bernadette van-Huy, der Initiatorin des Künstlerkollektivs Bernadette Coroporation. Die Premiere von Statements (six) fand im Rahmen der New Yorker International Furniture Fair ICFF in den Räumen der ehemaligen Yves Saint Laurent Boutique/ Soho statt. In Deutschland wurde die Ausstellung erstmalig auf der ART Cologne 2002 gezeigt.
Statements 7 stellte zunächst den Höhepunkt der Statements-Projekte dar: Die Skulpturen wurden in Venedig anlässlich der 50. Biennale di Venezia präsentiert. Statements 7 widmete sich dem Körperlichen der Kunst und zeigte skulpturale Arbeiten der drei Künstler Steven Gontarski, Marc Quinn und Thomas Rentmeister. Eine 12,5 m hohe Orchidee – entworfen von Marc Quinn – wurde im Canale Grande, (am Rande) der Sammlung Peggy Guggenheim, installiert. Die Arbeit Santo* von Thomas Rentmeister umfasste 145 Kühlschränke, die zu einer einzigartigen Architektur modelliert und mit Penaten-Creme verspachtelt wurden. Steven Gontarski produzierte eine hochglänzende Figur, gegossen in Polyester und stellte diese auf einen sechs Meter hohen, mit Graffiti besprühten Sockel. Marc Quinns Orchidee wurde 2005 von Dornbracht im Seilersee / Iserlohn installiert und an den Unternehmensstandort zurückgeführt.

