Noises for Ritual Architecture – Dornbracht Culture Projects
Soundscapes – Transformation und Reflektion von Ritual-Architekturen
Im Rahmen der Dornbracht Culture Projects erscheint die erste Sammlung von Raumklängen zur Ritual-Architektur im Bad. Die Soundscapes sind die Transformation und Reflektion der Ritual-Architekturen. Dornbracht öffnet mit der Ritual-Architektur den Weg zu einem neuen Bewusstsein: Der Mensch wird zum "Badbewohner" – ist nicht mehr nur "Badbenutzer". Das Bad wird dadurch als bewusst erfahrbarer Lebensraum neu funktionalisiert: Mit Qualitäten, die weit über die rein körperliche Bedürfnisbefriedigung – das Waschen – hinausgehen. Anforderungen, die sich in Architektur, Design und in Materialitäten widerspiegeln. Das Bad eröffnet die Option, einen neuen, immateriellen Luxus zu definieren. Den Luxus eines einzigen, täglichen Rückzugsorts, der Körper, Geist und Seele wieder entdecken lässt.
Anregungen für die Umsetzung finden sich neben der reinen Produktentwicklung in den für bestimmte Produktthemen realisierten Leadbädern. 2003 MEM – Das ritualisierte Ich-Bad, ganz auf Kontemplation ausgerichtet. 2006 Tara.Logic - die Weiterentwicklung vom Private Spa zum Active Spa und 2007 Elemental Spa – ein Bad, das das Wasser in den Mittelpunkt stellt, mit Armaturen, die die Anmutung von Quellen haben und die Wasserstellen im Raum definieren. Sie sind Ursprung der Architektur. Das Bad als Refugium für die Seele.
Die hieraus entstandenen Soundscapes der "Noises for Ritual Architecture" reflektieren das Verhältnis von Raum, Materialität und Bewegung innerhalb der Dornbracht Ritual-Architekturen von MEM, TARA LOGIC und ELEMENTAL SPA. Die Reihe wird nun im Rahmen eines SoundSpa vorgestellt.
Die CD-Edition
Die CD-Edition auf denen die "Noises" erscheint, geht eine enge Verbindung mit ihrem Ausgangspunkt, den Ritual-Architekturen ein. Dennoch wird der Eigenständigkeit der Klangsphäre Rechnung getragen: Das jeweils beiliegende Poster zeigt bei MEM eine digitale Collage eines Ausschnittes aus dem Atrium, in dem sich der paradiesische Garten, der wiederum digital verzerrt ist, befindet. Für Elemental wurden an der gleichen Stelle Farb- und Oberflächeneindrücke aus dem "ELEMENTAL SPA" bildlich ineinander geblendet. LOGIC ist das Poster der medialen Wand mit der Projektion von digitalisiertem Wasser. Auf den Covern selbst sind die verschiedenen Module der Badarchitektur und ihre Anordnung im Raum in abstrahierter Form zu sehen. Diese Geometrien funktionieren als Ikonen und sind so gewissermaßen die molekularen Grundelemente sowohl der Musik als auch der multimedialen Inszenierung von Jens-Oliver Gasde. Diese Ikonisierung macht deutlich: So sehr die Sicht auf Klang und Raum im Umfeld des Projektes auch erklärtermaßen mitgeprägt ist von musik- und wahrnehmungsphilosophischen Einsichten des "Erfinders" von Ambient, Brian Eno, man hat sich doch eine neue Aufgabe gestellt: Music For Airports etwa, die stilbildende Platte von Brian Eno aus dem Jahr 1978 orientiert sich an einem imaginierten virtuellen Raum, erfüllt diesen modellhaft mit einer bisher fehlenden Qualität, während die Noises eine klangliche Vorstellung aus einem sehr konkreten Raum ableiten und sich mit dem Ablauf unterschiedlicher Rituale in unterschiedlichen bestehenden Material-Welten auseinandersetzen. Gerade dadurch können sowohl Klang und bewegtes Bild nach dem Unsichtbaren fragen: Sie bleiben abstrakt und diffus zugleich, fühlbar aber eben nicht völlig greifbar.