Global Street Food - Vitra Campus
Dornbracht Edges: Global Street Food zur Art Basel
Kulturelle Identität in kosmopolitischen Zeiten
Mit einer Vernissage wurde am 10. Juni 2009 im Rahmen der Art Basel die Ausstellung „Global Street Food“ von Dornbracht eröffnet. Begleitend zur Ausstellung „Antikörper. Arbeiten von Fernando & Humberto Campana 1989–2009“ zeigt das Vitra Design Museum erstmalig ein Projekt von Mike Meiré aus der Dornbracht Edges Reihe. Mit den Dornbracht Edges erforscht das Iserlohner Unternehmen Themen an der Schnittstelle von Architektur, Design und Kunst. „Global Street Food“ wurde erstmalig im Rahmen der Passagen 2009 anlässlich der imm Cologne präsentiert und ist vom 11. Juni bis zum 12. Juli im Buckminster Fuller Dome auf dem Vitra Campus zu sehen.
Gemein ist den beiden gezeigten Ausstellungen die Auseinandersetzung mit und die Widerspieglung von kultureller Identität. Während „Global Street Food“ sich der Faszination improvisierter Küchen im öffentlichen Raum widmet, zeigt die Retrospektive der Arbeiten der brasilianischen Brüder Fernando und Humberto Campana neben ihren Arbeiten für internationale Möbelhersteller Einzelanfertigungen, die eine eigenwillige Komposition aus recycelten und gefundenen Materialien auszeichnet.
Dornbracht präsentiert in der Ausstellung „Global Street Food“ urbane Fast-Food Stationen im Spannungsfeld zwischen pragmatischem Dilettantismus und Komplexität auf engstem Raum. Gezeigt werden Objekte und Straßenküchen aus verschiedenen Teilen der Welt. Eine Ausstellung, die die skulpturale Qualität der authentischen Objekte und deren kulturelle Identität abbildet.
Die Dekontextualisierung erlaubt dabei eine Betrachtungsweise unter verschiedenen Aspekten: Aus welchen Materialien ist eine solche Kücheneinheit zusammengesetzt, welche Herkunft haben diese und wie kommunizieren sie. „So wie „The Farm Project“ angefangen hat, dem ästhetischen Minimalismus in der Küche etwas entgegen zu setzen, wollen wir jetzt mit diesen Straßenskulpturen zu einem Design inspirieren, das narrativer ist. Was passiert, wenn man die Technik nach außen legt, sie sichtbar macht und ein Objekt schafft, das eine Art Lebenssituation darstellt, einen Organismus auf engstem Raum? Die Küche als Ort der sozialen Dynamik und Transformation ist ein solcher Organismus. Die Miniaturisierung, das Zusammenführen von ganz unterschiedlichen Aspekten eröffnet einen neuen Zugang, ermöglicht das Denken von anderen Abläufen. Aus dieser Art Feldforschung erhoffe ich mir eine Entwicklung, die zu andersartigen Ausdrucksformen führt und zu einer Ästhetik, die Stilbrüche sucht.“ (Mike Meiré)
Durch das Zusammenführen der Objekte aus verschiedenen Kulturen und Ländern entsteht eine kosmopolitische Sammlung. Ein Spiegel der Gegensätze und der Gemeinsamkeiten von Esskulturen, die sich auf den Straße der Welt abspielen. „Ich finde die Möglichkeit auf engem Raum diese geographischen Sprünge zu machen faszinierend,“ so Rolf Fehlbaum, VR-Präsident Vitra AG.
Die Ausstellungsreihe der Dornbracht Edges ist Teil der seit 1996 kontinuierlich stattfindenden Dornbracht Culture Projects – interdisziplinären Kunst- und Kulturprojekte mit renommierten Künstlern, Fotografen, Musikern, Designern und Architekten. Dabei werden Inhalte und Themen für eine produktunabhängige, übergeordnete Kommunikation des Unternehmens generiert, die die kulturelle Identität der Marke langfristig prägen. Dokumentiert werden alle Projekte auf cultureprojects.com.

